Soma is an experimantal Sans Serif
Font which is based on Human Shapes
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no Staight lines
No perfect edges

Soma
Bei der Entwicklung von Soma diente die menschliche Anatomie als einziges Raster. Die Formsprache ist radikal organisch: Von extrem dünnen, sehnigen Schnitten, die unter Spannung zu stehen scheinen, bis hin zu massiven, weichen Formen, die sich der Schwerkraft ergeben. Diese Diversität spiegelt die Vielfalt menschlicher Physis wider und macht jeden Buchstaben zu einem lebendigen Organismus.
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Bei der Entwicklung von Soma diente die menschliche Anatomie als einziges Raster. Die Formsprache ist radikal organisch: Von extrem dünnen, sehnigen Schnitten, die unter Spannung zu stehen scheinen, bis hin zu massiven, weichen Formen, die sich der Schwerkraft ergeben. Diese Diversität spiegelt die Vielfalt menschlicher Physis wider und macht jeden Buchstaben zu einem lebendigen Organismus. Es ist eine Schrift, die sich konsequent gegen die mathematische Kälte der Geometrie auflehnt; man sucht vergebens nach einer vollkommen geraden Linie oder einem starren 90-Grad-Winkel. Stattdessen folgt jeder Schwung und jede Verbindung der Logik von Gewebe, Gelenken und Muskeln.
Diese organische Logik findet ihre konsequente Fortsetzung in einem System von 18 statischen Schnitten, die das gesamte Spektrum menschlicher Erscheinungsformen abbilden. Doch Soma ist weit mehr als eine bloße Sammlung fester Zustände. Als Variable Font konzipiert, entfaltet die Schrift eine Dynamik, die der Beweglichkeit eines echten Körpers gleicht. Sie lässt sich stufenlos zwischen den Polen von extremer Anspannung und vollkommener Erschlaffung transformieren. Während die dünnen, sehnigen Ausprägungen eine fast drahtige Energie ausstrahlen, bei der jede Kontur unter innerem Druck zu stehen scheint, sinken die massiven Schnitte in eine satte, weiche Schwere zurück, die dem natürlichen Zug der Schwerkraft nachgibt. In dieser technischen Flexibilität liegt die eigentliche Botschaft von Soma: Sie feiert die Vielfalt. So wie kein Körper dem anderen gleicht und jeder Mensch sich in einem ständigen Wandel zwischen Kraft und Entspannung, zwischen Expansion und Rückzug befindet, so passt sich auch Soma jeder gestalterischen Anforderung mit einer fast instinktiven Natürlichkeit an. Sie reicht von skelettartiger Feinheit bis hin zu einer raumgreifenden, korpulenten Präsenz. Damit ist Soma kein starres Alphabet, sondern ein typografisches Echo der menschlichen Existenz – ein Spiegel unserer eigenen, unvollkommenen Perfektion, der zeigt, dass wahre Harmonie nicht aus der Geraden, sondern aus dem Fluss entsteht.
Die Soma ist ein typografisches Bekenntnis zum Unvollkommenen, zum Organischen und zum Lebendigen. Denn in der Natur – und vor allem am menschlichen Körper – existiert keine vollkommen gerade Linie; es gibt keinen 90-Grad-Winkel, der nicht durch die Weichheit des Fleisches oder die Krümmung eines Gelenks gebrochen wird.

Die Schrift Soma bricht mit der mechanischen Kälte traditioneller Typografie und ersetzt das mathematische Gitter durch ein biologisches System. Mit insgesamt 18 Schnitten bildet sie die gesamte Bandbreite menschlicher Präsenz ab: In neun Gewichtsklassen wandert Soma stufenlos von einer zerbrechlichen Leichtigkeit bis hin zu einer massiven, schweren Präsenz.
Doch die wahre Innovation liegt in der emotionalen Tiefe der Schnitte. Jedes Gewicht existiert in zwei fundamentalen körperlichen Zuständen: „Locker" und „Angespannt". Während die lockeren Schnitte eine gelöste, fast schwerkraftbetonte Ruhe ausstrahlen, wirken die angespannten Varianten, als stünden sie unter physischem Druck – die Kurven dehnen sich, die Formen halten förmlich den Atem an.
Als Variable Font hebt Soma die Grenze zwischen diesen Zuständen endgültig auf. Über zwei Achsen – Schwere und Spannung – lässt sich die Schrift stufenlos dirigieren. Es ist kein bloßes Verändern von Parametern, sondern ein Modulieren von Energie. Man entscheidet nicht mehr nur über die Lesbarkeit, sondern über den Puls des Textes: Soll er entspannt fließen oder unter maximaler Spannung vibrieren?
Hauch
Dünn
Fein
Schlank
Stark
Prall
Wucht
Prall
Hauch
Dünn
Fein
Schlank
Stark
Wucht
Prall

Da Soma vollständig ohne gerade Linien und rechte Winkel auskommt, gleicht jede Veränderung einer organischen Bewegung. Es gibt keine festen Stufen, nur einen fließenden Übergang.
Nutze die Regler, um die Schrift atmen und sich dehnen zu lassen, bis du den perfekten Puls für deine Botschaft gefunden hast.
Experimentiere mit dem Zusammenspiel von Schwere und Druck und entdecke, wie sich Typografie anfühlt, wenn sie ihren Körper verändert.
Dünn
Schlank
Prall
Angespannt
Angespannt
Angespannt
Locker
Locker
Locker
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